Collagen

Dyn_406

Titel: dyn_406 (2015), Format: 30 x 20 cm, Affichenpapier
Dyn_401

Titel: dyn_401 (2015), Format: 30 x 20 cm, Affichenpapier
dyn_39

Titel: dyn_39 (2010), Format: 80 x 60 cm, Affichenpapier auf Hartfaserplatte
dyn_34

Titel: dyn_18 (2010), Format: 140 x 100 cm, Affichenpapier auf Hartfaserplatte
dyn_33

Titel: dyn_33 (2009), Format: 80 x 80 cm, Affichenpapier auf Hartfaserplatte
dyn_24

Titel: dyn_24 (2008), Format: 80 x 60 cm, Affichenpapier auf Hartfaserplatte
dyn_23_print

Titel: dyn_23 (2010), Format: 80 x 60 cm, Affichenpapier auf Hartfaserplatte

 

 

Autos, Autos, Menschen in Autos rasen vorbei: eine stark befahrene Straße in Trier-West. Es scheint als bestehe die gesamte Welt aus Werkstätten, Gebrauchtwagenhändlern und großen Werbetafeln. Für Markus Zender ist dies Inspiration und Materialquelle zugleich. Die Autos sind dabei nur Ausdruck für den hohen Mobilitätsstandard in einer schnelllebigen Zeit und lenken den Blick auf das Thema Nachhaltigkeit. Wie gehen wir mit Material um? Welchen Bezug haben wir noch zu unseren Ressourcen? Hochwertig und großflächig beklebte Werbetafeln können auch bei Tempo 60 noch erkannt werden. Die Plakate hängen zeitlich begrenzt und werden im Überschuss gedruckt, der Plakatierer könnte ja Fehler machen. Diese wertvollen Materialien der Überproduktion nutzt der Künstler für seinen Fundus. In dem Werkzyklus Dynamics wird Bewegung suggeriert. Nähe und Distanz im Wechselspiel führen den Betrachter hinein in einen abstrakten Raum, in dem es keine inhaltlichen Anhaltspunkte und keine Bildaussage gibt. Der Betrachter sieht etwas, was er sonst nicht findet – einen visuellen Ursprung. Konträr zur Werbung, die auf klare Wiederholungen abzielt, entzieht er den Botschaften durch Abstraktion ihre Grundlage. Es gelingt nicht, sich an das Gesehene zu erinnern. Jedes erneute Anschauen wird zum ersten Mal. (Laas Koehler)

In seinen abstrakten Arbeiten versetzt sich Zender in einen Raum der Besinnung, der an die heraklidischen Gestaltungsaxiome erinnert und durch Verben wie aufbrechen – wiederholen – verwerfen – konstruieren – kontrastieren – dekonstruieren beschreibt, wie sich Kunst in ständig veränderten Raumdefinitionen ihren Ausdruck verschafft. Eben noch abstrakter Raum, löst sich dieser in den Werken des Künstlers ganz unvermittelt wieder in seine Einzelteile auf. Zender arbeitet mit bewussten Irritationen, die durch fotografisch abgebildete und digital bearbeitete Strukturinformationen für ständig sich wechselnde Vordergrund-Hintergrund-Situationen sorgen. Dabei erlaubt die Papiercollage dem Künstler jene Spontaneität und Ganzheitlichkeit, die für die Schaffung seiner abstrakten Raumkreationen erforderlich ist. (Dr. Stephan Kunkler)