Plastik

markus_zender_cocoon_01_2011

Titel: Cocoon (2011), Format: 270 x 150 x 110cm, Material: Eisen, Aluminium, Edelstahl, Kunststoff
markus_zender_cocoon_02_2011

Titel: Cocoon (2011), Format: 270 x 150 x 110cm, Material: Eisen, Aluminium, Edelstahl, Kunststoff
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Titel: Organics_01 (2013), Format: 15 x 30 x 18 cm, Material: Holz, Kunststoff
markus4333

Titel: Organics_04 (2015), Format: 25 x 30 x 140 cm, Material: Holz, Kunststoff
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Titel: Organics_04 (2015), Format: 25 x 30 x 140 cm, Material: Holz, Kunststoff
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Titel: Organics_05 (2015), Format: 70 x 50 x 40 cm, Material: Holz, Kunststoff
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Titel: Organics_05 (2015), Format: 70 x 50 x 40 cm, Material: Holz, Kunststoff

 

Der Mensch ist ein Teil der Natur. Jedoch scheint er ihr über die Jahrhunderte entwachsen zu sein. Seine Kultur hat sich zu einem Gegenpol entwickelt, der das Natürliche begreifbar, verfügbar und überwindbar zu machen versucht. In der heutigen Gegenwart hat diese Entwicklung vielleicht ihren Höhepunkt erreicht. Gleichzeitig wird aber auch die Dringlichkeit gewahr, sich der Verantwortung gegenüber der Natur und damit sich selbst bewusst zu werden.
Dieses Bewusstsein ist für Markus Zender und seine Objektserie Organics (WPC, Wood Plastic Composites) von entscheidender Bedeutung. Die verwitterten Teile von Bäumen sind partiell mit schwarzem Kunststoffgranulat überschmolzen. Wie ein Schwarm künstlicher Organismen wuchern die glänzenden Kügelchen entlang der knorrigen Oberfläche des Holzes. Sie überformen seine Struktur und somit die Geschichte seines natürlichen Wachstums. Der Parasit verleibt sich seinen Wirt ein, der unter der zähen Masse zum Todholz erstarrt. Doch so diametral sich beide Werkstoffe gegenüberstehen, sind sie doch Teil desselben Zyklus. Kunststoff ist ein synthetisches Produkt, das aus den Harzen und Ölen längst zersetzter organischer Rohstoffe entsteht. Hier zeigt sich die Komplexität und Untrennbarkeit des Verhältnisses von Kultur und Natur. Die Serie WPC weckt die Achtsamkeit für diesen sensiblen Kreislauf, mit der allein ein Zusammenwachsen beider Bereiche möglich ist. (Alexandra Orth, MA)